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Pfarre Lanzenkirchen

Jedes Jahr wird die Umweltleistung unserer Pfarre im Rahmen des EMAS-Umweltmanagementsystems überprüft. Damit soll die angestrebte Verbesserung in Sachen Umweltschutz gewährleistet werden. Ein „Auditor“ sieht sich dazu die aktuellen Kennzahlen (vom FLUPI-Team laufend erhoben), die konkreten Maßnahmen, die umgesetzt wurden und die allgemeine Wirkung des EMAS-Systems an. Dabei gibt er dem FLUPI-Team (und damit der Pfarre) wertvolle Hinweise für mögliche Korrekturen und weitere Umsetzungsschritte.
Wir haben für unser Audit für das Jahr 2015 Herrn Ing.Johann Oswald eingeladen. Herr Oswald ist seit 2002 Mitglied des Arbeitskreises Schöpfungsverantwortung der Pfarre Dechantskirchen und Mitarbeiter des EMAS-Umweltteams. Beruflich seit 2010 Projektleiter und Projektmanager bei einem der größten Biomassekesselanlagenhersteller Österreichs im Bereich erneuerbare Energie ist er nebenbei auch Manager der Energieregion Wechselland.
Nach der ca. 2 Stunden dauernden Überprüfung zeigte sich Johann Oswald beeindruckt von den Aktivitäten und Fortschritten der Pfarre im Bereich des Umweltmanagements und der Schöpfungsverantwortung. Wir konnten nicht nur große Anerkennung, sondern auch wertvolle Anregungen aus dem angenehmen Auditgespräch mitnehmen.

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Fast unbemerkt schreiten die Maßnahmen von FLUPI voran!
In Lanzenkirchen wurde, mit Ausnahme des großen Lusters und einiger Spots, die gesamte Beleuchtung im Kirchenschiff auf LED-Leuchtmittel umgestellt.

Die Wahl fiel auf sogenannte Filament - LED, welche einerseits ein angenehm warmes Licht erzeugen und andererseits durch die Vollglasausführung mit Leuchtfaden einer herkömmlichen Glühbirne sehr ähnlich sind. Auch die Kosten sind überschaubar, da sich die neuen Leuchtmittel aufgrund der Landesförderung bereits nach 4 Jahren rechnen. Dies spart bei einer Lebensdauer von ca. 10 Jahren incl. drei Jahren Garantie durchaus einiges an Stromkosten.

Luster LED

Auch in Föhrenau sind die neuen Leuchtmittel bereits in der Kirche im Einsatz.

Sollten Sie sich für die Leuchtmittel interessieren, so steht Hr. Ischlstöger gerne für Auskünfte zur Verfügung!

Im Rahmen der Einführung des Umweltmanagement-Systems EMAS in unserer Pfarre fand am 20.2. die Umweltprüfung (Audit) statt. Seitens der Pfarre waren Pater Emmanuel und das FLUPI-Team mit Traude Jeitler, Christian Zettl (Umwelt-Management-Beauftragter), Christoph Schwertner, Johann Pichlhöfer, Sigi Ischlstöger und Walter Kalod dabei.

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Das FLUPI-Team mit Umweltgutachter DI Dr.Kanzian (2.v.r.) und der Vertreterin des Vereins kirchlicher Umweltarbeit Katharina Toth bei der Begehung

Umweltgutachter DI Dr. Rudolf Kanzian machte sich bei einer Begehung ein Bild von Kirche und Pfarrheim und beurteile die vom FLUPI-Team erstellten Dokumente danach, ob sie mit der Realität in der Pfarrgemeinde und mit den Anforderungen der europaweiten EMAS-Verordnung übereinstimmen.

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Genaue Prüfung der Daten und Dokumente der Umwelterklärung der Pfarre

Wichtig waren - neben den Umweltkennzahlen - auch die Bereiche Recht und Sicherheit sowie die Öffentlichkeitsarbeit. Hier ist das Pfarrblatt zu nennen, aber auch das Hinweisen bei Veranstaltungen auf die Verwendung von regionalen bzw. Fairtrade-Produkten und von Mehrweg-Gebinden.

Die EMAS-Zertifizierung betrifft mehrere Pfarren im Bereich der Erzdiözese Wien ("Matrixzertifizierung"). Nach Abschluss der Audits aller betroffener Pfarren, wird vom Umweltgutachter ein Bericht erstellt - die dort beanstandeten Punkte müssen von den Pfarren dann noch erledigt werden. Die nächsten Schritte sind dann die Begutachtung durch das Umweltbundesamt und die umweltrechtlichen Stellungnahmen der Bezirks- und Kommunalverwaltungen, die schließlich zur Eintragung ins nationale EMAS-Register führen.

„Wir haben nach dem Audit ein gutes Gefühl für die Erteilung des Zertifikats" meinten unisono die Mitglieder des FLUPI-Teams.

Gefeiert wird die Umweltzertifizierung beim heurigen Schöpfungs-Fest am 27.September

 


Über dem Bühnenzimmer des Pfarrheimes befindet sich ein bisher nicht fertig ausgebauter Raum.

Dieser soll in Zukunft sowohl als Archiv, aber auch als Redaktionsraum für das Pfarrblatteam Verwendung finden. Die Arbeiten dazu sind derzeit voll im laufen:

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pfarrheim2 Als Dämmung wird Steinwolle verwendet, worauf Dampfbremse und Gipskartonplatten angebracht werden. Zusätzlich wird eine geeignete Beleuchtung (so wie in der Kanzlei) angebracht.

 

 

 

Durch die zusätzliche Dämmung wird auch Wärmeenergie gespart.

 

 

Als wichtigste Maßnahme um Heizkosten zu sparen wurde beschlossen, die oberste Decke im Pfarrhof zu dämmen. Nachdem Ende 2014 die Freigabe seitens des Bauamtes der Erzdiözese erfolgte, wurde sofort mit den Arbeiten begonnen. Durch die vielen unterschiedlichen Ebenen und die Konstruktion des Dachstuhles war es sinnvoll, den Gehbelag anzuheben um möglichst eben zu werden.

Als Dämmung wurde Perlit verwendet, welches ein mineralisches Produkt ist und einfach auf die Decke aufgeschüttet wurde. Aufgrund der Fläche war die Menge beachtlich - 55m3

Hier einige Bilder:

Perlit LieferungPerlit Einbringung

    Anlieferung des Dämmstoffes                                             Einbringung der Perlitschüttung

Gehbelag Dachboden

    Fertiger Gehbelag auf der Dämmung

 

Einführung des EMAS-Umweltmanagements in der Pfarre Lanzenkirchen:

Emas Erklaerung
2012 hat der Pfarrgemeinderat beschlossen, ein Umweltmanagementsystem in der gesamten Pfarre einzuführen und damit durch konkrete Maßnahmen laufend die Umweltstandards zu verbessern.

Verwendet dafür wird EMAS (Eco Management and Audit Scheme), ein Instrument der EU zur freiwilligen Einführung eines Umweltprogramms.

Weil EMAS eher sperrig klingt haben wir der Initiative den Namen FLUPI (Föhrenauer-Lanzenkirchner Umwelt-Pfarrinitiative) gegeben.   

Zu allererst wurden die derzeitigen Daten erhoben: Größe und Nutzung der Gründstücke, Dämmung und Heizung in Gebäuden, Heizenergieaufwand, Stromverbrauch, Reinigung, Büro (u.a. Papierverbrauch), Verkehr (Dienstfahrten und auch Verkehr durch Pfarrveranstaltungen verursacht)

Diese erhobenen Daten beschreiben den Umfang und den Zustand der Pfarrgemeinde, soweit es Umweltbezogen ist und Zahlen flossen auch in die Kennzahlen ein. Diese dienen zum Vergleich mit zukünftigen Jahren und als Basis für die zu erarbeiteten den Umweltverbesserungsaktionen (= Umweltprogramm).

Dann machte man sich an die Gestaltung der Leitlinien, die nach eingehender Diskussion im März 2014 im PGR beschlossen wurden. Download Leitlinien

Derzeit wird am Umweltprogramm für die nächsten drei Jahre gearbeitet. Alle gefundenen Themen wurden nach Umweltrelevanz und Verbesserrungspotenzial eingeordnet. Für die mit hohen Werten werden in einer weiteren Runde Maßnahmen zur Verbesserung gefunden und in einen Plan eingearbeitet, der das Ziel jeder Maßnahme, den/die Verantwortliche/n und einen Erledigungs-Zeitpunkt beinhaltet.

Aus allen bisher erstellten Dokumenten wird die Umwelterklärung entstehen, die öffentlich bekannt gemacht werden muss. Aus allen gesammelten Dokumenten entsteht danach das FLUPI-Handbuch, das dann Basis für den sogenannten "Internen Audit" ist, der von einem Vertreter des EMAS-Teams der Diözesen durchgeführt wird. Schlussendlich steht die endgültige EMAS-Zertifizierung ins Haus - geprüft wird von einem externen Prüfer, der vom Umweltministerium dafür zugelassen wurde.

Jedes Jahr müssen neu hinzugekommene Verordnungen geprüft werden, die Kennzahlen für das letzte Jahr erhoben werden. Und natürlich: Der Fortschritt des Umweltprogramms wird ständig verfolgt. Wir wollen ja, dass kontinuierlich Verbesserungen für den Umweltschutz herauskommen. 

In der Pfarre liegen die FLUPI bezogenen Tätigkeiten weitgehend in den Händen des Arbeitskreises für Schöpfungsverantwortung. Wer Interesse an einer Mitarbeit hat, ist sehr gerne dazu eingeladen!

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Eine Tafel im Vorraum der Pfarrkirche zeigt einen Fluss, an dessen Quellen die Kirchen in Lanzenkirchen, Föhrenau und Ofenbach zu sehen sind. Der Fluss mit seinen Mäandern, Staustufen und Kanälen symbolisiert die Phasen des  Aufbaus eines Umweltmanagementsystems in der Pfarre. Zum Nachlesen gibt es bei jeder „Flussphase“ ein Infoblatt.


Kontakt:  Arbeitskreis Schöpfungsverantwortung, Mag. Christian Zettl, Tel. 0664/610 12 63


Weiterführende Informationen:http://www.schoepfung.at/content/site/home/themen/emas/index.html

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

Gottesdienste
 
Lanzenkirchen
Mo   18:30
Di    06:45
Mi    18:30
Do   06:45
Sa   18:30
So   09:45
 
Föhrenau
Fr   18:00
So  08:30
 
Schleinz
Sa vor dem 
2. So im Monat

17:00
 
 
 
 

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